Nö. Wir sind sogar stolz auf unsere.

"Wer Visionen hat, sollte zum Arzt"?

Wir haben unsere Vorstellungen von Texas in den kommenden Jahren festgehalten.

 
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Wir haben bei Vier für Texas eine Vision. Zumindest haben wir sie aufgeschrieben. Als ein Bild von der Agentur, die wir in 3, 4 Jahren sein möchten. Ja, es fühlt sich besser an, diesem Bild entgegenzugehen. Und ja, was ich da lese, zieht und bewegt mich auch nach Wochen noch.

Wesentlich für diesen Effekt war für mich aber der Weg dahin – als Ergebnis der moderierten co-kreativen Arbeit einer schönen bunten Gruppe. Diese Arbeit sah ungefähr so aus:

1️⃣ Alle dürfen sich alles wünschen: Wir sammeln in der Gruppe, was für uns eine Vision ausmacht und was unbedingt drinstehen soll.

2️⃣ Wir schälen aus dieser Sammlung erste Themenblöcke heraus und schauen, wer sich von welchem Thema besonders angezogen fühlt.

3️⃣ Dieser Anziehung folgend bilden sich Kleingruppen, die in die konkrete Textarbeit einsteigen.

4️⃣ Die ersten Textergebnisse werden im Plenum vorgestellt und dazu Feedback gesammelt: Was zieht Dich an? Welche, auch kleine, Veränderung könnte noch eine Verbesserung bedeuten?

5️⃣ Zum Abschluss des Workshops wird EINE Person bestimmt, um an der Zuspitzung des langen, wilden, vielstimmigen Texts zu arbeiten, der bis hierhin entstanden ist.

6️⃣ Das Ergebnis passiert dann eine Kette von 3, 4 Personen, darunter auch die Geschäftsführung. Hier wird nochmal zugespitzt, verschoben, stilistisch verfeinert. Jede:r arbeitet direkt im Dokument und hält nicht gesondert Rücksprache mit den anderen in der Kette.

7️⃣ Wir haben eine quasi-fertige Fassung. Wie bei der Textprobe im Theater lesen wir den fertigen Text in verteilten Rollen in unserer Townhall, von allen für alle. Letzte Chance, sich nochmal zu wundern, aufzuschreien, Dinge zu ändern, die also wirklich gar nicht gehen. Ansonsten: Safe enough to try! 🚀

Eine ziemliche Kette von Iterationen also, die den Trichter immer wieder abwechselnd WEITEN und VERENGEN. Ich glaube, genau darin liegt der Witz von Co-Kreation: viele Stimmen zu hören und aufzunehmen, dann aber auch wieder auf Einzelne in ihren spitzen Rollen zu vertrauen. Also auf keinen Fall immer alles zusammen machen, würde ich sagen.

Oder wie sind eure Erfahrungen mit Co-Kreation?
Wie erarbeitet ihr solche für eure Organisation richtungsweisenden Texte?

Als wissenschaftliche Dokumentation dieses magischen Vorgangs teile ich hier mit euch ein bislang unveröffentlichtes Video: Es ist dank Frederic Schäfer sehr, sehr gut!

Moderiert und vorangetrieben hat den beschriebenen co-kreativen Visionsprozess übrigens mein toller Kollege und Co-Looper Tobias Jungwirth – vielen Dank dafür!